Wie Sie sich selbst hypnotisieren.

Unbewusste Selbsthypnose

Denken Menschen an Hypnose, so gehen Sie zuerst von einem veränderten Bewusstseinszustand aus der dazu gehören muss. Für die meisten Menschen gehört zu einer Hypnose ein Hypnotiseur dazu, der die Hypnose durchführt. Die wenigsten Menschen wissen, dass sie selbst ihr eigener Hypnotiseur sind.
Sie führen doch sicherlich auch über den Tag hinweg einen Monolog mit Ihren Gedanken. Analysieren ihre Umwelt, ihre Handlungen und überlegen sich was als nächstes oder später unternehmen wollen, oder?

Gemeint damit sind Gedanken wie diese:

„Was esse ich heute Abend? Große Lust zu kochen hab ich nicht …… mmh ….. Pizza. Ach ne Pizza nicht schon wieder …… Döner, ja ich hol mir später einen Döner.“

oder

„Warum ist mein Chef so schlecht drauf. Immer nörgelt der rum. Ich mach meine Arbeit doch ordentlich, immer hat der was zu meckern.“

Sie kennen sicherlich solche oder ähnliche Gedanken. Vielleicht kennen Sie das auch, wenn man morgens aufwacht, aufsteht und sich den Zeh am Bettpfosten oder Türrahmen stösst. Dann ist man auf jeden Fall schon mal WACH. Die Laune sinkt dann aber in der Regel und man denkt sich: „Der Tag kann ja nur mies werden, wenn er so beginnt.“

Jedes weitere kleine Missgeschick welches dann folgt bestätigt dann die morgendliche Meinung nach dem Unfall mit dem Bettpfosten, dass das heute kein guter Tag wird. So entsteht dann eine Serie von negativen Suggestionen für die man selbst verantwortlich ist. Vielleicht ist Ihnen dies auch als selbst erfüllende Prophezeiung bekannt. Wenn Sie Ihre Gedanken auf negative Abläufe konzentrieren, sie sozusagen erwarten, werden Sie auch eintreten und wenn diese Gedanken und Vorfälle sich intensivieren sind sie voll drin in einer Negativtrance.

Im Rahmen dieser Negativtrance machen Sie noch weitere Veränderungen durch. Ihre Mimik verändert sich. Ein fröhliches Gesicht zu machen wird als anstrengend empfunden. Auch der Rest Ihres Körpers verändert seine Ausdrucksweise. Die Schulter fallen ein, der Kopf senkt sich, der Blick ist nach unten gerichtet. Man geht langsamer, macht kleinere Schritte ohne Kraft und Energie – der ganze Körper wirkt etwas instabil.

[message type=“info“]Unsere Gedanken sind für unsere Körperhaltung verantwortlich, andersherum ist die Körperhaltung ebenso für unsere Gedanken verantwortlich.[/message]

Wenn Sie sich diese Wechselwirkung bewusst machen, haben Sie ein wirksames Werkzeug an der Hand welches Sie für sich nutzen können!

Zum einen können Sie sich selbst zuerst um ihre Haltung kümmern. Heben Sie Ihren Kopf, ziehen Sie bewusst ihr Schulter etwas nach hinten – machen Sie sich „breit“. Gehen Sie etwas zügiger und treten Sie bewusst auf. Spüren Sie in Ihre Füße hinein wenn Sie den Boden berühren. Schieben Sie ihr Becken etwas vor und richten sich somit auf. Erinnern Sie sich dabei an Situationen aus Ihrem Leben wo Sie etwas geschafft haben.

Das kann das Gefühl sein als man seine Führerscheinprüfung erfolgreich absolviert hat, oder auch das Gefühl nach einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch oder einem Date. Je detaillierter Sie sich an diese Begebenheiten erinnern, desto besser wird es ihnen gehen. Vielleicht fallen Ihnen daraufhin weitere schöne Situationen ein. Malen Sie sich diese Erinnerungen in Ihrer Phantasie aus, erzählen Sie jemanden davon und bemerken Sie wie Sie sich dabei immer wohler und wohler fühlen.

Folgt Ihnen Ihr Zuhörer, ist ganz bei Ihnen, so können Sie vielleicht auch ihn in bessere Stimmung versetzen und somit bereits ein wenig hypnotisieren!

Viel Freude dabei!

Sascha Jenzewski