Emotionsmanagement – Angst

Emotionsmanagement (Angst)

Wer seine Emotionen analysieren kann – kann sein Verhalten steuern. Denn Emotionen steuern uns. Sie nehmen Einfluss auf unser Erleben, somit auch auf unser Wahrnehmung und Gedanken woraufhin wir uns entsprechend verhalten. Aber auch unser Verhalten nimmt Einfluss auf unsere Emotionen. Wie wir uns verhalten kann also genauso maßgeblich für unsere Emotionen sein, wie unsere Emotionen für unser Verhalten.

Möchte man nun an seinem Verhalten etwas ändern, ist es wichtig die Emotionen die dahinter stehen zu erkennen und zu interpretieren. Genauso verhält es sich auch, wenn Du an Deinen Emotionen arbeiten willst. Du musst Dein Verhalten reflektieren um erkennen zu können welche Emotionen dahinter stehen.
Beginnen wir im ersten Teil der Artikelserie zum Emotionsmanagement mit dem Gefühl der Angst.

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Angst

Was ist Angst überhaupt? Angst ist eine Reaktion unseres Körpers auf einen oder mehrere Reize hin. Wenn wir uns vorstellen wir würden vor einem Tiger stehen (in freier Wildbahn!), dann ist es ganz natürlich und sinnvoll, dass wir aufgrund des Tigers (Reiz) eine Angst entwickeln.

Vermutlich würden sich die Pupillen weiten, der Herzschlag und der Puls mit der Atmung erhöhen, so dass unsere Muskulatur besser durchblutet wird und Energie freigesetzt wird (einhergehend mit der Erhöhung d. Körpertemperatur) um zu flüchten oder sich zu verteidigen (Flucht oder Angriff). Es ist aber auch möglich, dass wir in ausweglosen Situationen in eine Körperstarre verfallen (Tod stellen) und der Verstand abschaltet (Ohnmacht/Bewusstlosigkeit). Nun ist es zum Glück so, dass wir in unseren Breitengraden weniger davon ausgehen müssen vor einem Tiger zu stehen, aber dennoch kennen viele Menschen das Gefühl aus anderen Situationen. Der Tiger kann die Lehrerin/der Lehrer sein, der einen an die Tafel zitiert. Der Tiger kann eine Präsentation sein, die man vor seiner Abteilung oder vor wichtigen Kunden halten muss. Oder ganz klassisch: der Tiger kann der Zahnarzt sein auf dessen Stuhl man sich begeben muss.

Jeder von uns hat diese Begegnungen mit seinen Tigern. Doch ist es sinnvoll und hat es für uns einen Mehrwert wenn wir uns vor „Katzen“ fürchten? Wäre es nicht wunderbar, wenn wir die Tiger als das Wahrnehmen könnte was sie sind – kleine Hauskatzen die uns nicht wirklich töten können? Wenn man lernen könnte seine Emotionen wie die Angst zu steuern?

Wo haben wir es heutzutage mit der Angst zu tun? Z.B. bereits dann wenn wir folgende Worte oder Beschreibungen für Situationen nutzen:

  • …… ich war beunruhigt
  • …… das hat mich erschrocken
  • …… da fühlte ich mich unsicher
  • …… das hat mich besorgt
  • …… da war ich angespannt
  • …… da wurde ich nervös
  • …… da reagiere ich übervorsichtig
  • …… da fühlte ich mich mutlos
  • ……

Mimik /Sprache

Doch nicht nur durch unsere Wortwahl können wir zusätzlich zu den Gefühlen an uns selbst oder bei unseren Mitmenschen eine Angst erkennen. Die Angst steht einem auch in das Gesicht geschrieben. Entweder länger ersichtlich durch sog. Makroausdrücke in der Mimik. Aber auch als Mikroausdrücke die unter einer Sekunde in der Mimik erscheinen. Ein Angstgesicht zieht die Augenbrauen nach oben zur Mitte hin. Die oberen Augenlider ziehen sich nach oben, die unteren Augenlider sind flach angespannt. Die Lippen werden nach außen gezogen. Jemand der Angst hat, neigt dazu mit erhöhter Stimmlage zu sprechen. Zudem spricht er lauter oder leiser und in einer höheren Geschwindigkeit.

Bewusste Körperveränderungen

Wenn man gegen ängstliche Gefühle etwas unternehmen möchte, so kann es bereits helfen sich im ersten Schritt auf seine Atmung zu konzentrieren, indem man z.B. bewusst einige Atemzüge durch die Nase ein, und langsam wieder durch den Mund ausatmet. Weiterhin sollte man seinen Körper, seine Muskulatur entspannen. Hier kann es helfen seinen ganzen Körper noch stärker anzuspannen und dabei bis 10 zu zählen. Wenn man bei 10 ankommt, löst man die extra herbeigeführte Anspannung und man beginnt die Entspannung zu spüren, was beruhigend wirkt. Daraufhin kann sich das Gesicht entspannen und die Mimik verändert sich.

Erste Hilfe

Natürlich sind dies nur situationsbezogene Erste Hilfe Maßnahmen, doch man kann seine Unsicherheiten oder Ängste z.b. sehr effektiv durch Mentaltraining wie Hypnose nachhaltig verringern/abbauen.

Lass Dich coachen!

Wenn auch Du an Deiner Sicherheit arbeiten möchtest und Du nicht unter einer pathologischen Angststörung leidest, vermittle ich Dir gerne im Rahmen eines Hypnose-Coaching die für dich passende Denk- und Verhaltensstrategie, so dass auch aus Deinem Tiger ein Kätzchen wird.

Sascha M. Jenzewski

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