Burnout Prävention

Burnout – ein Begriff sich ausgebrannt und antriebslos zu fühlen zieht leider immer mehr in unsere Köpfe ein. Ein Begriff, ein Synonym, für ein Phänomen welches immer mehr Menschen betrifft.

Unsere Welt wird immer schneller

Arbeitsabläufe sowie unsere Freizeit wird immer mehr durchorganisiert und fremd bestimmt. Anstatt das wir Menschen durch diese Organisation mehr Zeit für uns haben, so haben wir oftmals doch  mehr das Gefühl immer weniger Zeit zu besitzen.
Wie kommt das? Sollten wir nicht immer mehr Zeit haben? Unsere Autos bringen uns schnell von A nach B. Der ICE bringt uns schnell vom Berlin nach München. Zur Videothek braucht man auch nicht mehr unbedingt fahren, es ist heutzutage ohne weiteres möglich einen Film schnell und spontan auf den Fernseher über das Internet zu streamen.

Zudem besitzen wir immer mehr techn. Hilfsmittel die uns unsere Alltag eigentlich angenehmer gestalten sollten (Smartphones, Tablets etc. …).

Wenn man sich weiter vor Augen führt, wo wir heute überall einige Minuten einsparen (ob jetzt im Arbeitsalltag oder im Privaten), so müsste sich doch freie Zeit für jeden einzelnen ergeben. Den meisten Menschen gelingt es aber nicht freie Zeit zu bündeln und zu nutzen. Warum? – weil es nicht gut ist Zeit zu haben. Viel zu schnell bekommt man dieses ungute Gefühl nicht produktiv und faul zu sein in dieser auf Erfolg und Effizienz ausgelegten Welt in der wir leben.

Zeit muss genutzt werden! Man muss was sinnvolles mit seiner wertvollen Zeit anfangen! Stillstand ist Tod! Wer still steht verpasst etwas!

Er verpasst …… er verpasst achtsam mit sich umzugehen. Er verpasst mit seiner Energie und seinen Kräften (Ressourcen) ökonomisch umzugehen. Wer nicht auf seine Ressourcen achtet, mit ihnen haushaltet der ….. brennt aus. Hat irgendwann kein Guthaben mehr und rutsch in eine Schuldenfalle mit sich selbst. Eine Schuldenfalle in der der Betroffen immer mehr Kreditanträge an seinen Körper stellt. Versucht Zinsen mit Kaffee oder anderen Drogen zu tilgen. Einmal in dieser Schuldenfalle seinem Körper gegenüber verfangen, wird es immer schwerer wieder Guthaben aufzubauen. Ein Guthaben an Kräften/Ressourcen welches wichtig ist für Körper, Geist und Seele eines Menschen um gesund und zufrieden leben zu können.

Mache doch jetzt einen kurzen Test, wie es um dich bestellt ist. Stelle dir einen Wecker (oder einen Timer) auf 2 Minuten ein und starte ihn. Wenn Du ihn gestartet hast mache nichts. Ja genau, sitze einfach nur da und warte die 2 Minuten ab und lesen dann erst weiter.

Und? Wie waren die 2 Minuten nichts tun für dich? Konntest Du in den 2 Minuten entspannen, relaxen oder dösen?

Oder musstest Du dich anstrengen und zurückhalten nichts zu tun?
Hast Du vor Ablauf der 2 Minuten mal auf Ihre Uhr geschaut ob die 2 Minuten nicht bald zu Ende sind?
Warst Du erleichtert als die 2 Minuten zu Ende waren, oder hättest Du gerne noch ein paar weitere Minuten nichts getan?

Wenn Du in den 2 Minuten etwas entspannen konntest …. Gratulation!
Du kannst nun künftig öfter mal am Tag ein paar Minuten nichts tun! Mache diese Übung ruhig täglich. Setze dich bequem hin und mache einfach mal ein paar Minuten nichts …… ausser zu sitzen.

Wenn es dir schwer gefallen ist 2 Minuten nichts zu tun oder die 2 Minuten vielleicht sogar etwas anstrengend waren. Dann solltest Du achtsamer mit dir umgehen. Dir täte es gut zu lernen das es ok ist mal nichts zu tun, nicht produktiv zu sein oder sich von sich selbst abzulenken. Du solltest dich mehr mit dir beschäftigen um deine Kräfte zu schonen und/oder deine Kräfte (Ressourcen) gezielt einzusetzen.

Lernst Du das nicht, besteht die Gefahr das Du irgendwann einmal ausbrennst. Lasse es also besser erst gar nicht so weit kommen.

Viele Menschen sind der Meinung das sie Hektik und Stress brauchen. Es irgendwie genießen von einem Kunden zum anderen zu springen. Eine Aufgabe nach der anderen zu erledigen. Diese Menschen fühlen sich dadurch lebendig. Oft sind diese Menschen Perfektionisten, sind hilfsbereit und sagen ungerne nein wenn sie um etwas gebeten werden. Eine Zeitlang geht es diesen Menschen damit gut. Gut das Du jetzt weißt das diese Menschen unter Umständen bereits in der ersten Phase eines Burnouts stecken.

Burnout Entstehungsphasen

1. Phase

  • erhöhte Aktivität
  • arbeiten auf Hochtouren
  • mit der Zeit mit angezogener seelischer Handbremse (Gefühl ein unerfülltes Leben zu führen.)

Es entsteht ein Gefühl von innerer Unzufriedenheit. Tätigkeiten befriedigen einen nicht, finden nicht die Anerkennung die sie verdienen. Das eigene Tun wird als sinn- und wertlos angesehen.

Wenn sich ein Mensch in dieser Phase befindet, bemerkt das irgendetwas schief läuft, so hat er in diesem Stadium gute Möglichkeiten kurzfristig gegenzusteuern. Zu lernen auf sich zu achten. Sein eigenes Bewertungssystem neu auszurichten. Sich selbst und sein bisheriges Handeln neu zu bewerten und somit für die Zukunft sich und sein Leben neu auszurichten und objektiver zu bewerten. Die meisten Menschen sind aus den falschen Gründen viel zu hart mit sich. Peitschen sich selbst viel zu hart an oder haben es nicht lernen können die negative Anpeitscher die sie umgeben angemessen in die Schranken zu weisen, bzw. sich von diesen abzugrenzen. Wird das Gefühl der Unzufriedenheit stärker, steigen Sie nicht rechtzeitig aus, rutschen Sie in die Zweite Phase:

2. Phase

  • Rückzug (Distanz zu anderen Menschen um Enttäuschung zu reduzieren.)
  • beginn verminderter Leistungsfähigkeit (anfangs unmerklich)

Distanz zu anderen Menschen und sich selbst aufzubauen schafft eine scheinbare Ruhe und Schutz. Man beginnt sich selbst nicht mehr richtig wahr zu nehmen und die Empathiefähigkeit nimmt ab. Aus einer Furcht die man verspürt entwickelt sich Angst die nicht begründet werden kann. Dieses Angstgefühl ist einfach da. Hier sollte jeder Mensch der sich so fühlt aktiv werden. Aktiv werden indem er sich Hilfe sucht bei einem Arzt und/oder Psychotherapeuten, denn man steckt (wenn weitere Diagnosen auszuschließen sind) bereits Knietief in einem Burnout. Handelt man nicht, zieht man nicht die Reißleine dann geht man fließend in die dritte und letzte Phase über.

3. Phase

  • innere Leere und starke Erschöpfung macht sich deutlich bemerkbar
  • Passivität und Lebensunlust macht sich breit

Jetzt ist es höchste Zeit sich Hilfe zu suchen. Oftmals stecken Menschen in der dritten und letzten Phase bereits in den Anfängen eines Suchtverhalten. Alkohol, Zigaretten und weitere Drogen werden vermehrt genommen um noch eine Spur von innerer Befriedigung zu erleben.

Burnout Diagnose

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Eine Burnout Diagnose gestaltet sich schwierig. Befindet sich ein Mensch in der Ersten Phase, so kann man in der Regel sehr gut abschätzen, dass dieser Mensch Gefahr läuft in ein Burnout Syndrom zu rutschen. Ab der zweiten und dritten Phase wird es schwer eine  reine Burnout Diagnose zustellen. Der Burnout wird von weiteren Begleiterscheinungen wie Depression, Suchtverhalten, Angsterkrankungen etc. … maskiert.

Spricht man einen Menschen der sich in der Ersten Phase befindet auf eine mögliche Burnout Gefahr an, so reagiert dieser in der Regel überrascht da er sich zu dieser Zeit noch zu gut fühlt.

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass es keine allgemeingültigen Diagnosekriterien für Burnout gibt. Wissenschaftlich gesehen wird Burnout nicht als Krankheit anerkannt, sondern gilt im ICD 10 als ein Problem der Lebensbewältigung.

Burnout Merkmale

Was solltest Du jetzt mit diesem Wissen anfangen?

Solltest Du dich in diesem Text wiederfinden und darüber nachdenklich geworden sein, ob Du selbst auch zu den Burnout gefährdeten Menschen gehörst, dann solltest Du Strategien entwickeln mit deiner täglichen Stressbelastung besser umzugehen.

Dein Stress muss nicht zwangsläufig aus deinem Berufsleben kommen, auch im privaten/familiären Umfeld können gewisse Umstände zu einem erhöhten Stresslevel führen oder zu einer emotionalen Überforderung/-leere. Wichtig ist als erstes die Kernbereiche die einen ausbrennen lassen zu identifizieren, nur so können wirksame Veränderungen angestrebt werden. Wende dich an einen Arzt, Therapeuten oder Coach der Stressbewältigungsstrategien mit dir entwickelt, damit Du schnell lernen kannst mit deinen Kräften und Ressourcen zu haushalten. Hast Du das Gefühl, dass Du die Erste Phase des Burnout schon hinter dich gelassen hast, so solltest Du in diesem Fall Hilfe bei einem Arzt oder Psychotherapeuten suchen. Nur ein Arzt oder Psychotherapeut ist in der Lage zu erkennen, ob dein Burnout bereits weitere Krankheiten (z.B. eine Depression, Angsterkrankung) hervorgerufen hat und kann dir entsprechende fachliche Hilfe zukommen lassen.

Ich wünsche mir für dich, dass es soweit noch nicht gekommen ist und ich stehe dir gerne mit Hilfe von Hypnose zur Seite, wenn Du wirksame Schutzmechanismen erlernen willst, die dich befähigen dich adäquat von Stress abzugrenzen.

Gerne lade ich dich zu einem kostenlosen und unverbindlichen Vorgespräch mit Schnupperhypnose ein.
Ich wünsche dir einen stressfreien Tag und freue mich von dir zu hören.

Dein Sascha M. Jenzewski

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